Stiftungen gegen Verschwörungsmythen

Desinformation uns Verschwörungstheorien sind in den vergangenen Jahren zu immer wichtigeren Themen geworden. Gerade während der Corona-Pandemie wurden diese Stimmen sogar noch lauter. Doch was können Stiftungen gegen Verschwörungsmythen und „Fake News“ tun? Dr. Felix Klein, der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung betont, dass schon die Benennung wichtig ist, so ist der Begriff „Verschwörungsmythen“ passender, da der Begriff „Verschwörungstheorie“ den Anschein einer gewissen Wissenschaftlichkeit vermittelte, die nicht vorhanden sei. Um diese und andere wichtige Themen in den Fokus zu rücken, startete die Amadeu Antonio Stiftung in diesem Jahr bereits die Kampagne „Seriously? #glaubnichtalles was du hörst“. Er und weitere Experten aus verschiedenen Bereichen gaben der Aktion ihre Stimme und gaben unter anderem Tipps zum Umgang mit Verschwörungsmythikern.

„Science, not Silence“

Denn nicht nur online sind „Fake News“ und verschiedene Verschwörungsmythen präsent, im Rahmen von Demonstrationen sind sie vielmehr auch immer häufiger auf deutschen Straßen ein Thema. Auch die Leiterin der Sektion Infektiologie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf, Prof. Dr. Marylyn Addo, beobachtet dies mit Sorge. „Deshalb stehe ich weiterhin vehement für das Motto „Science, not Silence“ ein.“, so Addo.  Positiv ist aber zu vermerken, dass sich durch die gestiegene Aufmerksamkeit auch ein Problembewusstsein entwickelt hat, welches zu einer soliden Infrastruktur im Kampf gegen „Fake News“ und Co geführt hat. Der Faktencheck ist dabei essenzieller Bestandteil der „Entschwörung“. Mit welchen Portalen und Angeboten auch Sie aktiv Fakten überprüfen und für mehr Klarheit sorgen können, finden Sie am Ende dieses Beitrags.  

Als Stiftungen mit Fakten gegen Verschwörungsmythen

Aber wie können Sie als Privatperson oder als Stiftungen gegen Verschwörungsmythen vorgehen? Hierfür hat die Amadeu Antonio Stiftung auf ihrer Internetseite im Rahmen der Kampagne verschiedene Leitfäden bereitgestellt. Hier erfahren Sie wie Sie den gängigsten Verschwörungsmythen im Freundes- und Familienkreis, sowie in den sozialen Medien entgegentreten und souverän kontern können.  Doch schon indem Sie sich den Verbreiter von Nachrichten kritisch ansehen, bei zweifelhaften Bildern eine Rückwärtssuche starten und sich des einfache Zwei-Quellen-Prinzip zu Herzen nehmen, können Sie die Flut an „Fake News“ und Verschwörungsmythen eindämmen. Schließlich können Sie auch als Multiplikator offizieller Quellen, Ihren Zielgruppen helfen vertrauenswürdige Informationen zu finden und selbst zum Fakten-Checker zu werden.

Faktenfinder der ARD Tagesschau

Recherchekollektiv Correctiv – Das 2014 mit Mitteln der Brost-Stiftung aufgebaute Kollektiv ist die erste gemeinnützige Redaktion dieser Art in Deutschland und wird von einer Reihe deutscher und internationaler Stiftungen unterstützt.

tineye.com – Bilder-Rückwärtssuche zur Nachverfolgung von Bildern

Poynter – Internationale Factchecking Webseite

Crowdnewsroom – Portal zum Faktencheck rund um Corona